15.10.2026

Ältester Pflegedienst Bremens stellt sich neu auf

Schon seit 2024 treten wir unter dem Markennamen “Bremer Hände” auf. Rechtlich gesehen waren wir aber weiterhin die “Zentrale für Private Fürsorge”. Nun wurde auch eine organisationale Modernisierung umgesetzt.

Die Zentrale für Private Fürsorge wurde am 18. November 1897 gegründet. Was damals mit einer „Auskunftsstelle für Wohltätigkeit“ begann, einer Beratungs- und Vermittlungsstelle für bremische Unterstützungsangebote, hat sich die gemeinnützige Organisation im Laufe von über 125 Jahren zu einem bedeutenden Bremer Pflegedienstleister entwickelt. Bereits 1909 entstand die ›Abteilung Hauspflege‹, die seit 1928 und bis heute die wichtigste Säule im Tätigkeitsspektrum der Bremer Hände ist. Vor und nach dem zweiten Weltkrieg gestaltete die “Zentrale für Private Fürsorge” maßgeblich die Entwicklung der ambulanten Pflege in Bremen. Seitdem hat sich das Aufgabenfeld kontinuierlich erweitert.

Aktuell umfasst das Angebot: - Ambulante Pflege mit sechs Standorten im Bremer Stadtgebiet,
- Tagespflege,
- Hausnotruf,
- Servicewohnen an vier Standorten,
- zwei Hospize (in Bremen-Walle und in Bremen Arsten),
- ein ambulantes Palliativteam für Erwachsene sowie
- ein ambulantes Palliativteam für Kinder und Jugendliche.

Die Zentrale für Private Fürsorge war ein altrechtlicher Verein. Um die Organisation für die Zukunft weiterhin sicher aufzustellen, hat Walter Eggers, der 2024 den Vorsitz des Vereinsvorstandes übernommen hat, den Übergang zu einer gemeinnützigen GmbH initiiert. Von 1992 bis 2023 war Eggers Geschäftsführer des DIAKO Krankenhauses in Gröpelingen. Auch hier hatte er den Weg hin zu einer gGmbH schon erfolgreich geebnet. „Bei der jetzigen Größe der Zentrale für Private Fürsorge und den gestiegenen Anforderungen an Compliance war ein Verein keine zeitgemäße Organisationsform mehr. Mit der Bremer Hände gemeinnützige GmbH schaffen wir klare Verantwortungsstrukturen, verteilen Haftungsrisiken und machen die Aufsicht transparenter“, so der 68-jährige Ökonom und Qualitätsmanager.

Mit Gründung der Bremer Hände gemeinnützige GmbH wird auch ein Aufsichtsrat etabliert. Neben Walter Eggers als Vorsitzenden ist Jens Lütjen hier stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates. Der geschäftsführende Gesellschafter von Robert C. Spies erklärt: „Es gibt einen siebenköpfigen Aufsichtsrat, der die Geschäftsführung begleitet und kontrolliert. Diese Struktur entspricht der Größe und Professionalität unseres Unternehmens und ist bei vergleichbaren Organisationen durchaus üblich.“ Susanne Behrens, Geschäftsführerin der Bremer Hände gemeinnützige GmbH erläutert die nächsten Schritte: „Nach dieser wichtigen organisatorischen Umstellung folgt bald ein Strategieprozess, der unsere Angebote und Prozesse auf gesellschaftliche Bedarfe und Zukunftsfähigkeit überprüft.“ Prokuristin Keris Schnelle ergänzt: „Wir sind nicht nur der älteste Pflegedienst in Bremen sondern betreiben auch das älteste stationäre Hospiz – das Hospiz Brücke in Walle wurde 2003 eröffnet. Tradition und Weiterentwicklung zu kombinieren, war schon immer unsere Stärke“.

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